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Hallo Bexbach

Die Bexbacher Karnevalsgesellschaft „Die Blätsch” 1953 e.V. begrüßt Sie alle recht herzlich mit einem dreifachen Di-La-Hei ( Die lachende Heimat! ) auf unserer Homepage!

       
       

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Es begann am 23. April 1953 – 55 Jahre Bexbacher Karnevalsgesellschaft „Die Blätsch“ 1953 e.V.

Für die Bexbacher Karnevalsgesellschaft war die Session 2007/2008 eine besondere in ihrer Vereinsgeschichte, feierte sie doch ein närrisches Jubiläum: „Die Blätsch“ wurde  5 x 11 Jahre alt.

Die Geburtsstunde der Gesellschaft schlug zwar am 23. April 1953 im Gasthaus „Zur Krone“, doch bereits vorher lagen einige Bexbacher Bürger in „närrischen Wehen“: Im Herbst 1952 trafen sich Vertreter vieler Vereine – darunter unter anderem des Sportvereins, des Turnver­eins, des Felder’schen Männergesangsvereins und des Kultur- und Verkehrsvereins – in der Absicht, im kommenden Jahr in der Höcherberg-Gemeinde wieder zünftig Fastnacht zu fei­ern. Nach vielen Arbeitssitzungen und Besprechungen war es dann im Dezember soweit: Die „Karnevalisten in spe“ beschlossen, am 11. und 25. Januar 1953 im Saal „Zur Krone“ zwei Prunk- und Galasitzungen durchzuführen, die Josef Ganther leiten sollte. Zum ersten Prinzen wurde Dr. Karl-Heinz Schröder ernannt, ihm zur Seite als Prinzessin stand Renate Hucke, die Tochter von Lina Hucke, Wirtin des „Grünen Tals“. Auch ein Elferrat wurde zusammenge­stellt, ihm gehörten Fitz Lensch, Paul Schappe, Karl Reuter, Josef Ganther, Fritz Didion, Er­win Hach, Gerhard Marler, Albert Wagmann, Ignaz Gauthier, Kurt Raubenheimer sen., Edu­ard Schmoll und Paul Stemmler an. Als Herold amtierte Ludwig Burkhardt, Hoffnarr war Heinz Klein. Auch wurde eine Prinzengarde aufgestellt, in der Marianne Damm, Inge Wal­lich, Christa Didie, Meta Kaiser, Irene Scholler, Erika Raubenheimer, Christel Ostheimer, Gisela Lefeber, Irene Ruffing und Edeltrud Didion tanzten.

23 kamen zur Gründung

Da die beiden Sitzungen im Kronen-Saal wie auch der am Fastnachtssonntag erstmals durchgeführte Umzug  ein großer Erfolg wurden, beschloss man, eine eigene Karnevalsgesellschaft zu gründen. An der Gründungsversammlung am Donnerstag, 23. April, nahmen 23 Personen teil. Sie gaben der Gesellschaft den Namen „Die Blätsch“, als närrischer Schlachtruf wurde „Die – La –Hei“ (Die lachende Heimat) gewählt. Erster Vorsitzender wurde Josef Ganther (gleichzeitig Präsident des Elferrates), zweiter Vorsitzender Kurt Raubenheimer (zugleich Vizepräsident des Elferrates), Geschäftsführer Karl Reuter, stellvertretender Geschäftsführer Hugo Bouché, Schatzmeister Albert Nieder, stellvertretender Schatzmeister Albert Wagmann und Beigeordneter Dr. Karl-Heinz Schröder (gleichzeitig Minister des Elferrates).
Dass diese Zeit im Land an der Saar nicht gerade eine Zeit des unzensierten freien Wortes war, belegt eine Bescheinigung des damaligen Bürgermeisters von Mittelbexbach – wie die Kommune in jenen Tagen noch hieß – als Ortspolizeibehörde mit Datum 21.04.1953: „Der Karnevalsgesellschaft Die Blätsch wird bestätigt, dass die Gründungsversammlung am 23.04.1953 angemeldet ist. Ferner ist dem Antragsteller bekannt, dass Diskussionsredner, die nicht ihren ständigen Wohnsitz im Saarland haben, nur mit Genehmigung der Regierung des Saarlandes – Ministerium des Innern – sprechen dürfen.“
Bei der Generalversammlung am 19. Oktober des gleichen Jahres übernahm dann Dr. Schröder das Zepter über die Gesellschaft, das er bis 1979 in der Hand hielt.

Reisekasse der Mitglieder

Bei dieser Generalversammlung wurde auch eine „Reisekasse“ innerhalb der Gesellschaft beschlossen, deren Sinn und Zweck Punkt 1 der „Bestimmungen der Reisekasse“ wie folgt beschrieb: „Die Bexbacher Karnevalsgesellschaft 1953 e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, einmal im Jahr einen größeren Ausflug zu machen. Damit den Mitgliedern die Bestreitung der Unkosten nicht zu schwer fallen soll, wurde diese Reisekasse eingerichtet“. Und Punkt 4 bzw. Punkt 5 besagten: „Vor Antritt der Reise wird den Mitgliedern der eingezahlte Betrag abzüg-lich der allgemeinen Unkosten Fahrtanteil ausgezahlt. Fährt ein Mitglied in dem Jahr nicht mit, bleibt der eingezahlte Betrag ein weiteres Jahr stehen. Hat das Mitglied seine Fahrtbeteiligung zugesagt, kann es nicht mehr zurücktreten, es sei, es stellt eine Ersatzperson. Wird dieses nicht getan, kann von dem eingezahlten Betrag des Mitgliedes der Fahrtenanteil abgehoben werden, damit die Fahrt gesichert bleibt.“
War „Die Blätsch“ – da 1953 im Saarland noch kein eigener Karnevalsverband“, so spielte sie schon bald Vorreiter bei der Gründung eines Dachverbandes hier im Lande: Am 28. Juni 1953 fand unter der Verantwortung der Bexbacher KG eine Sitzung der Präsidenten und Vorstände statt, zu der über 90 Vereine angeschrieben waren. Am 2. Dezember des Jahres war es dann soweit: Ein saarländischer Karnevalsverband wurde gegründet, in dem „Die Blätsch“ mit Josef Ganther als Vizepräsident und Karl Reuter als Schatzmeister im Vorstand vertreten war.

Der Saal musste polizeilich geschlossen werden

Einen großen Erfolg verbuchte die noch junge KG im Januar 1956: Am 8. dieses Monats – das Saarland war noch nicht in die Bundesrepublik eingegliedert – wurde das „Bonner Stadtsoldatenkorps“ in Bexbach begrüßt. Zur Galasitzung am Abend musste der Kronen-Saal polizeilich geschlossen werden, da es unmöglich war, all die, die die Sitzung besuchen wollten, im Saal unterzubringen. Die kommenden Jahre brachten Höhen und Tiefen für die Gesellschaft, wobei unter Höhen unter anderem der Rathaussturm am „Fetten Donnerstag – der erste fand 1972 statt – und der „Närrische Jahrmarkt“ mit dem Umzug am Fastnachtssonntag zu sehen sind. Ein Höhepunkt war auch der Damenelferrat in den 50er Jahren. Als Tiefs verzeichnet die Chronik die Session 1990/91, wo bis auf die  Sessionseröffnung alle Aktivitäten wegen des Golf-Krieges abgesagt werden mussten, und den Fastnachtssonntag 1996: Wegen der sint-flutartigen Regenfälle fielen der traditionelle Umzug und der „närrische Jahrmarkt“ buchstäb-lich ins Wasser. Ein Tiefpunkt war auch das Verlassenmüssen der närrischen Hochburg, der „Krone“, die von Saarberg verkauft wurde, In der Folgezeit musste die „Blätsch“ bei ihren Sitzungen in den Kinosaal Bender, in die Ausstellungshalle am Turm, in die Saarpfalz-Kaserne und auch einmal nach Wellesweiler ausweichen, bis sie dann 1975 in die Höcherberg-Halle einziehen konnte. Hier finden auch heute noch die Prunk- und Galasitzung und die Kinderfastnacht statt. Für die kleineren Festlichkeiten der Gesellschaft, wie beispielsweise die Sessionseröffnung, zeigt sich in den letzten Jahren der Bexbacher Sportverein als guter „Gastgeber“. Die Mitglieder der Gesellschaft und ihre Gäste treffen sich dann im Sportheim des SV auf der Heide.

Die letzten zwei Jahrelften

Die letzten zwei Jahrelften in der 55-jährigen Geschichte der KG war insbesondere durch einen Aufschwung im Tanzbereich gekennzeichnet. Ein Senioren- und ein Juniorentanzpaar wirbelten bzw. wirbeln noch über die Bühne., die Zahl der Garden wurde auf drei erhöht (Mini-, Junioren- und Prinzengarde), und als die jüngsten Kinder der Gesellschaft zeigen die Gruppe der Majorettes und die Schautanzgruppe, was sie in vielen Stunden einstudiert haben. Auch mehrere Funkenmariechen schwingen wieder die Beine. Dazu kam das musikalische Aushängeschild der „Blätsch“, die „Mollekepp“, die in der Jubiläumssession 5x11 Jahre ihren Geburtstag 2 x 11 feiern konnten.
Ein junger Spross der „Blätsch“ ist auch die 1. Tollitätengesellschaft des Saarlandes „Blätsch-Royalities e.V.“, ein Zusammenschluss ehemaliger Tollitäten. Gegründet wurden sie am 1. Oktober 1994, als sich sechs ehemalige Prinzenpaare in der Absicht zusammenschlossen, als ehemalige närrische Regenten Kontakte zu pflegen und das amtierende Prinzenpaar mit Rat und Tat zu unterstützen. „Präsident“ der Royalities ist seit der Gründung bis heute Klaus- Ludwig Fess.
Älter als diese blaublütige eingetragene Gesellschaft ist der „Club Ex“, ebenfalls ein Zusammenschluss früherer Prinzen und Prinzessinnen. In ihm sind die Vorgänger der Royalities organisiert. An der Spitze des Clubs Ex stand Herbert Britz und steht bis heute Alfons Dahl.

An der Spitze der Bexbacher Karnevalsgesellschaft „Die Blätsch“ 1953 e.V. stand in beiden Jubiläumsjahren als Präsident Wolfgang Presser und zuletzt Stefan Besche.

Seit Juni 2009 lenkt Klaus-Ludwig Fess als Präsident die Geschicke der Gesellschaft und versucht den Verein in ein erfolgreiches 6 x 11 Jahre Jubiläum im Jahr 2019 zu führen!

Einmalig in der Geschichte der Karnevalsgesellschaft ist, dass der amtierende Präsident Klaus-Ludwig Fess im Oktober 2015 das Amt des Präsidenten des Verbandes Saarländischer Karnevalsgesellschaften, die für 174 Mitgliedsvereine an der Saar stehen, übernahm.
Dadurch wurde die Gesellschaft in der Wahrnehmung und Darstellung aufgewertet.

Weiterhin wurde der Präsident Klaus-Ludwig Fess am 17.09.2016 in Saarlouis einstimmig zum Präsidenten des Bund Deutscher Karneval mit insgesamt mehr als 2,6 Millionen Mitgliedern gewählt.

Somit steht die Blätsch nun in aller Munde. Durch die Wahl zum Bundesverbandspräsidenten wurde die Blätsch ein weiteres Mal aufgewertet und verkörpert den Mittelpunkt der Fastnacht in Deutschland.



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